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Der Mediator am Bau kommt
In Zukunft sollen Mediatoren für
eine bessere Streitkultur bei Bauprojekten sorgen. Gemeinsam
haben der Verband der Baumediatoren VdB und DEKRA ein
Fortbildungsprogramm zum Wirtschaftsmediator mit Schwerpunkt
Bau-/Immobilienwirtschaft initiiert. An die Stelle von
langwierigen und teuren Gerichtsverhandlungen sollen
einvernehmliche Lösungen der Parteien treten.
Das neue
Mediationsgesetz sieht die Förderung der außergerichtlichen
Konfliktbeilegung auch für die Baubranche vor. „Gerade
Bauprojekte sind extrem konfliktträchtig“, sagt Jörg Berner,
selbst Mediator und Leiter des Geschäftsbereichs Bau und
Immobilien bei DEKRA Industrial. „Solche Vorhaben sind komplex
und häufig emotional, so sind unterschiedliche Standpunkte und
Sichtweisen z. B. bei Mängeln vorprogrammiert.“
Das Ziel des Mediators ist es, eine Lösung herbeizuführen, die
beide Seiten als Vorzug gegenüber allen anderen Alternativen
empfinden. „Gerichtsverfahren werden oft als als teuer und
langwierig empfunden, Urteile als nicht streitadäquat und
unbefriedigend gewürdigt“, erklärt Dr. Martin Jung, Vorsitzender
des Verbandes der Baumediatoren e.V. sowie Rechtsanwalt und
Mediator. „Dabei bieten gerade die Besonderheiten von Konflikten
in der Bau- und Immobilienwirtschaft, wie die Dauer der
Leistungsbeziehung, andauernde Berührungspunkte sowohl in der
Gewährleistungsphase wie innerhalb der Branche,
disziplinübergreifende Problemstellungen und schließlich
Zielkonflikte zwischen Budgetsicherheit und Sachverhaltsklärung
gute Voraussetzungen für Win-Win-Situationen durch
Vereinbarungen, in denen beide Parteien ihre wesentlichen
Interessen verhandeln und ausgleichen.“
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Bei Baustreitigkeiten stehen meist
technische Inhalte und deren baubetriebliche und rechtliche
Bewertung im Mittelpunkt. Deshalb ist es nötig, fachspezifisch
qualifizierte Mediatoren an den Tisch zu bringen. Das
Fortbildungsangebot des Verbandes der Baumediatoren und der
DEKRA richtet sich an Juristen, Bauingenieure, Architekten,
Immobilienverwalter und Sachverständige mit einschlägiger
Berufserfahrung. Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an der
klassischen Wirtschaftsmediation und werden unter direktem Bezug
auf Konflikte im Bau- und Immobilienbereich vermittelt.
Besonderheit ist der modulartige Aufbau: Die fachliche
Fokussierung der Grundausbildung erfährt eine Vertiefung mit
Aufbaumodulen und führt zur Qualifizierung als „Fachmediator
Bau“. Ausbildungsorte sind das dib – Deutsches Institut für
Betriebswirtschaft in Frankfurt/M., ein Unternehmen des DEKRA
Konzerns, sowie die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V.
in Berlin.
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Die nächsten Ausbildungsgänge sind
bereits für das erste Quartal 2012 geplant.
Ansprechpartnerin im Verband ist
Martina Lauenroth
Gneisenaustraße 8, 40477 Düsseldorf
Telefon: +49 211 51 36 207
Telefax: +49 211 51 36 208
info@lauenroth-straetz.de
Weitere Informationen:
bei der dib – Deutsches Institut für Betriebswirtschaft in Frankfurt am Main
Weitere Informationen:
bei der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V. in
Berlin |
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